Legenot ist das Unvermögen eines Vogelweibchens, das voll ausgebildete Ei zu legen. Ganz junge Weibchen leiden beim ersten Ei häufig unter Legenot.

Die Kloake ist noch zu eng oder die Muskeln sind noch nicht kräftig genug das Ei hinauszupressen. Auch bei Weibchen, die älter sind und schon erfolgreich gelegt und gebrütet haben, kann es zu Legenot kommen.
Gründe dafür sind z. B. absinken der Temperatur, Kalk- und Mineralstoffmangel oder zu viele Bruten hintereinander.

Bei Legenot sitzt das Weibchen aufgeplustert auf dem Boden des Käfigs oder der Voliere. Es kann sich kaum noch bewegen und ist oft nicht in der Lage, auf einen Zweig oder eine ganz nahe Sitzstange zu fliegen oder zu hüpfen. Helfen Sie dem Weibchen nicht sofort, kann es innerhalb einiger Stunden tot sein. Zu erkennen ist Legenot an dem geröteten und angeschwollenen Hinterleib, der ausserdem durch das Ei verdickt ist.

Mit etwas handwarmen Speiseöl reiben sie diese Region leicht ein, indem sie gleichzeitig ganz sanft und kreisend massieren. Dabei tupfen sie auch einen Tropfen Öl auf die Kloake oder führen diesen bei grösseren Arten mit einer Pipette ein. Wickeln sie den Vogel anschliessend in feuchtwarme Tücher, dann wird das Ei meistens innerhalb weniger Minuten ausgestossen. Sie können den Vogel auch in einen kleinen Käfig setzen und mit Wärme behandeln, am besten 33 - 35 Grad mittels Infrarotstrahler.

Wer sich diese Behandlung nicht zutraut oder noch üngeübt ist oder sich nicht sicher ist,
sollte schnell einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.