Bis vor kurzem war vollkommen unsicher, um welche Art Erreger es sich dabei handelt. Es wurden teilweise Bakterien, jedoch auch Pilze unter dieser Bezeichnung vermutet.

Nach neuerem Wissen ist es keines von beiden. Es sind sogenannte "eukaryotische Zellen", eine Lebensform, die aus einer in Symbiose zusammenlebenden Mehrzahl von Zellen besteht.

Diese Megabakterien verursachen bei Vögeln verschiedener Arten, auch sogenanntem Wirtschaftsgeflügel, Veränderungen des Muskel- und Drüsenmagens.
Es entstehen Entzündungen in den Mägen, die eine normale Futterverwertung nicht mehr zulassen.

Der Vogel magert ab und stirbt zuletzt.
Das sogenannte Going-Light-Syndrom dürfte eine Form dieser Erkrankung darstellen.

Oftmals erkennbar daran, daß unverdautes Futter im Kot zu finden ist. Der Vogel frißt und magert trotzdem ab. Hier ist nach den neuen Erkenntnissen eine Behandlung erfolgversprechend.
Ebenso sind Kropfentzündungen eine Form der Infektion mit diesen noch recht wenig bekannten Erregern. Diese äußert sich unter anderem darin, daß die Vögel fressunwillig sind und das im Kropf befindliche Futter wieder herauswürgen - mit Schleim!
Dieser verklebt das Kopfgefieder beim Wegschleudern des hochgewürgten Futters.

Eine weitere Form ist die totale Verseuchung des Vogels mit Megabakterien. Diese haben sich dabei über den gesamten Körper ausgebreitet und alle inneren Organe befallen. Sie sind dabei sogar unter dem Mikroskop im Kot zu finden.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß es in einem solchen Fall bei Wellensittichen praktisch keine Hilfe gibt.
Bevor das Laborergebnis vorliegt, sind die Vögel meist schon gestorben, dies innerhalb weniger Tage.

Eine Behandlung bei der weniger invasiven Infektion wird in aller Regel mit Antibiotka und/oder Pilzmitteln durchgeführt.
Als Antibiotikum sei hier Amphotericin B genannt.
Somit ist das Going-Light-Syndrom inzwischen behandelbar und muß nicht zwingend zum Tode des Vogels führen.